Ehrlich gestellt.
Danke für die Mail und die Einladung, euch zu schildern was uns gerade beschäftigt. Zu gerne würde ich die Mail meinem Mann schicken und ihn damit einladen euch zu schreiben.
Ich mache es aber nicht. Leider. Weil ich dabei bin zu resignieren.
Das klingt jetzt hart. Ist es auch.
Ich weiß nämlich nicht mehr weiter.
Seitdem wir unser erstes Kind bekommen haben (heute 5 Jahre alt) beschäftige ich mich sehr intensiv mit mir, meinen Prägungen, Mustern, Glaubenssätzen, dem wie ich als Mutter sein will und wie nicht, was ich an meine Kinder weitergeben will und was nicht, … ich beschäftige mich mit kindlicher Entwicklung, bindungsstärkender Begleitung auf Augenhöhe, wann kann ich was von meinen Kindern (das zweite von beiden Kindern ist fast 1 Jahr) erwarten und was nicht, … usw. Ich denke es dürfte klar sein was ich versuche auszudrücken.
Nun, mein Mann beschäftigt sich damit nicht. Gar nicht. Überhaupt nicht. Er hat zu all diesen Themen keinen Zugang. Weder zu den Themen, die ihn und seine persönliche Entwicklung betreffen, wie das Auseinandersetzen mit seinen Prägungen. Noch mit den Themen rund um unsere Elternschaft und wie wir diese leben wollen. Für ihn ist das alles Psychogeschwätz und er hört da lieber auf sein Bauchgefühl.
Nun wissen wir, dass dieses Bauchgefühl sich eben nun mal auf unseren Prägungen aufbaut… und das heißt dann eben auch manchmal, dass er auf Mittel wie Erpressung oder die Androhung von Strafen zurückgreift und häufig laut wird.
Ich habe keine Chance, mit diesen Themen an ihn ranzukommen. Wenn wir bestimmte konfliktträchtige Situationen (auch solche mit den Kindern) versuchen zu reflektieren, macht er entweder gleich zu oder zeigt sich manchmal sogar verständnisvoll. Aber meistens geht in der nächsten schwierigen Situation alles von vorne los und nichts ändert sich… so geht das jetzt seitdem unser großes Kind in die Autonomiephase gekommen ist.
Und allmählich fühle ich mich hilflos, müde und ratlos.
Ständig geraten wir aneinander, sprechen darüber, ich vermittle ihm, wie es mir damit geht, was ich mir im Umgang miteinander und mit den Kindern wünsche, wir „vertragen“ uns und alles geht wieder von vorne los.
Es ist verzwickt. Professionelle Hilfe lehnt er ab, weil er der Meinung ist, dass wir kein „echtes“ Problem haben.
Er wünscht sich von mir mehr Unterstützung bei seinem Weg, den ich aber nicht mitgehen kann und werde. Weil das hieße härteres Durchgreifen, mehr Konsequenzen, Strafen usw.
Und ich wünsche mir wiederum von ihm mehr Unterstützung auf meinem Weg… das ist ihm aber nicht möglich, weil er keinen Zugang zu diesem Weg und diesen Themen hat.
Auf einem gemeinsamen Weg sind wir schon lange nicht mehr. Und ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht. Ich ziehe mich immer mehr zurück und merke, dass ich weniger das Gespräch suche, als ich es in der Vergangenheit getan habe.
Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es zu nichts führt. Das finde ich erschreckend und das macht mir im Hinblick auf unsere Beziehung und Familie Angst.
Auch erschreckend finde ich, dass ich mich doch manchmal dazu hinreißen lasse seinen Weg mitzugehen, um vor unseren Kindern nicht immer diesen Zwiespalt und Unterschied im Umgang mit ihnen offen auszutragen. Denn das ist auf Dauer ja auch nicht gut, oder? Unser großes Kind ergreift bei Meinungsverschiedenheiten schon manchmal Partei und versucht einzugreifen. Auch das finde ich erschreckend. Und ich versuche ihm auch zu sagen, dass das nicht seine Aufgabe ist. Dass wir mal verschiedene Meinungen haben und uns auch mal streiten können. Aber dass wir uns dann auch wieder vertragen und dass das zum Leben in einer Gemeinschaft dazugehört. So oft bin ich gefühlt die „Feuerwehr“, wenn ich merke, dass eine Situation zwischen ihm und unserem Kind mal wieder aus dem Ruder läuft oder schon gelaufen ist und komme dann dazu, um unser Kind zu trösten und aufzufangen. Ehrlich gesagt kann ich mir dann die Kritik an diesem Umgang nicht verkneifen. Auch wenn ich eigentlich weiß, dass das vor unserem Kind keine gute Idee ist.
Ich weiß, dass ich meinen Mann nicht ändern kann.
Aber ich weiß auch nicht, was ich noch tun kann.
Habt ihr eine Idee? Wie kann ich mit der Situation weiter umgehen? Wie kann ich mit unseren Kindern umgehen und sie begleiten, damit sie diese Konfliktsituationen nicht auf sich beziehen und denken, dass sie schuld sind, wenn wir uns streiten?
Wie schaffe ich es, meinem Weg treu zu bleiben, wenn dieser bei jeder Gelegenheit in Frage gestellt wird und mir mit mehr Härte in die Parade gefahren wird?
Oft kann ich nicht mal meine Sätze zu Ende sprechen, weil das meinem Mann zu lange dauert, zu weich ist oder generell zu viel Geschwätz….
Da reißt mir dann auch irgendwann der Faden.
Puh, das war jetzt viel. Vielen Dank fürs Lesen bis hierhin. Ich würde mich über neue, hilfreiche Impulse so sehr freuen.
unserer Expertin.
Liebe Leserin,
danke, dass du deine Situation so offen mit uns teilst. Ich spüre in jedem Satz, wie viel Herz, Bewusstheit, Gedanken und Verantwortung Du in eure Familie einbringst – und wie sehr Dich Eure aktuelle Situation belastet. Dein Rückzug und auch Deine Resignation sind deutliche Signale, die Du ernstnehmen darfst.
Es scheint, als wärt ihr in eine Dynamik geraten, die Paare mit unterschiedlichen Erziehungsmethoden leicht erwischt. Im Folgenden möchte ich dir verschiedene Vorschläge machen, was bei Euch wirken könnte und Dir so ein tieferes Verständnis Eurer Dynamik ermöglichen – schau einfach was mit dir resoniert. Auch möchte ich Dir Impulse für Dich und für Eure Partnerschaft sowie die Begleitung Eurer Kinder anbieten.
Was wir für Eltern werden, wissen wir erst, wenn es soweit ist
Als werdende Eltern haben wir eine klare Vorstellung davon, wie wir als Eltern sein wollen und wie nicht. Erst wenn wir Eltern sind, merken wir, welche von diesen Vorstellungen zutreffen und welche überhaupt nicht. Das kann ein Paar vor Herausforderungen stellen, da sich erst jetzt zeigt, wie wir sowohl individuell als auch gemeinsam als Eltern sind, welche Muster wir mitbringen und wie wir mit Herausforderungen umgehen wollen oder können. Du hast Recht damit, dass unser Bauchgefühl hauptsächlich durch unsere ganz persönlichen Erfahrungen und Vorbilder geprägt ist. Das liegt daran, dass der Mensch nur aus Vorbild und Erfahrung lernt.
Es ist wertvoll, wenn wir unsere destruktiven Muster und Traumata nicht mehr an unsere Kinder weitergeben wollen. Doch jeder kann nur die eigenen destruktive Muster durchbrechen. Wir können unsere Partner nicht zwingen oder aufhalten, sich zu entwickeln; das steht uns nicht zu. Jeder hat ein Recht auf sein eigenes Tempo und nur so bleiben wir auch authentisch.
Du hast Dich für einen sehr bewussten und reflektierten Weg entschieden. Du bist bereit hinzuschauen und Dich sowie Deine Sozialisation zu hinterfragen. Das braucht sehr viel Mut und ist auch manchmal schmerzhaft. Andere Eltern, wie Dein Mann, haben einen anderen Weg gewählt. Ein unbewusster Grund könnte sein, dass es zu schmerzhaft oder gar gefährlich ist, die eigenen Prägungen zu hinterfragen. Wir dürfen stets davon ausgehen, dass es einen sehr guten Grund gibt für diese Entscheidung. Es kann sein, dass für ihn bereits Deine Auseinandersetzung mit Deinen Prägungen, bedrohlich ist und er mit der Abwertung („Psychogeschwätz“) Distanz zwischen sich und Deinen Weg bringen möchte. Möglich ist auch, dass er seinen Weg und sich abgewertet fühlt und anstatt Dir das zu sagen, geht er zum Angriff über und wertet Deinen Weg ab, um wieder eine Balance herzustellen. So fühlt Ihr Euch verständlicherweise beide sehr allein, da Ihr nicht mehr in Beziehung miteinander seid, sondern darum kämpft, wer in Erziehungsfragen Recht hat. Bei diesem Kampf verlieren alle. Du, Dein Mann und Eure Kinder.
Für Dich bringt Dein Weg Entlastung, für Ihn tut es das aktuell nicht. Das gilt es anzuerkennen und zu akzeptieren. Das gilt natürlich auch umgekehrt, auch Dein Mann sollte Deinen Weg akzeptieren. Du kannst in Deinen Worten sowas sagen wie: „Ich verstehe, dass meine Art für dich fremd ist. Und gleichzeitig brauche ich diesen Weg, um eine Mama zu sein, die ich sein will. Du musst ihn nicht gehen. Aber bitte hindere mich nicht daran.“
Beziehung statt Erziehung
Dieser Wert ist eine so schöne Basis für jede Beziehung und sollte somit nicht nur für den Umgang mit unseren Kindern gelten, sondern auch für den Umgang miteinander in unserer Partnerschaft.
Du schreibst, dass Ihr Euch beide einen gemeinsamen Weg wünscht und dies für Euch bedeutet, dass der jeweils andere den eigenen Weg unterstützt und vielleicht sogar mitgeht. Ein gemeinsamer Weg bedeutet nicht, dass wir einer Meinung sein oder uns vor den Kindern gleich verhalten müssen. Eltern sind nicht gleich und verhalten sich nicht gleich, das ist für Kinder stimmig. Sie lernen dadurch, dass Menschen verschieden sind, verschiedene Bedürfnisse sowie Grenzen haben und es verschiedenen Arten gibt, mit Konflikten sowie Situationen umzugehen. Das ist eine sehr gute und wichtige Erfahrung für Kinder. Auch sollte keiner den anderen „unterstützen“ müssen, wenn es nicht der eigenen Haltung entspricht, das wäre nicht authentisch und das wäre für die Kinder spürbar. Kinder verunsichert es nicht, wenn die Eltern unterschiedlicher Meinung sind. Es verunsichert sie, wenn die Eltern ihre Authentizität verlieren und vor allem, wenn die Eltern ständig gegeneinander kämpfen.
Bei unterschiedlichem Umgang mit den Kindern, kann es natürlich schwerfallen zuzusehen, wenn der Partner mit den Kindern umgeht, wie wir es eben genau nicht wollen. So kommt es, dass wir uns in Konflikte mit den Kindern einmischen oder den Umgang mit den Kindern kritisieren, weil wir unsere Kinder schützen wollen. Der eine vielleicht vor Härte, der andere vor Verweichlichung. In solchen Momenten passiert es dann leicht, dass wir sowohl die Beziehung zu unserem Partner als auch die Beziehung zwischen den Kindern und unserem Partner aus den Augen verlieren. Dabei können wir in einem Punkt ganz sicher sein: Beide Elternteile wollen das Beste für die gemeinsamen Kinder und gegenseitige Kritik hilft in solchen Situationen weder Euch als Paar noch den Kindern. Einen gemeinsamen Weg zu finden, bedeutet, den Versuch zu starten, zusammen einen Kurs einzuschlagen, der alle liebevoll miteinschließt und mit dem es allen Beteiligten gut geht.
Einen gemeinsamen Weg finden
Einen Konflikt sollten nur die austragen, die ihn gerade haben. Du hast erstmal nichts damit zu tun, wenn dein Mann und Deine Kinder einen Konflikt haben und Dein Mann hat nichts damit zu tun, wenn Du und Deine Kinder einen Konflikt haben.
Wenn wir unsere Kinder verteidigen, unserem Partner „in die Parade fahren“, „die Feuerwehr“ sind oder vermitteln wollen, wie gutes Zusammensein „richtig“ funktioniert, kann die implizite Botschaft entstehen: „Du und Dein Bauchgefühl seid falsch. Du machst alles falsch. Das, was Du tust, ist nicht gut für diese Familie!“ Das ist sehr verletzend und verunsichert die Kinder definitiv.
Es ist dabei nicht wichtig, ob die Erziehung hart oder weich ist. Der harte Weg ist sehr unangenehm für Kinder, aber es ist auch sehr unangenehm für Kinder, wenn sich die Eltern die ganze Zeit über die Erziehung streiten. Das bedeutet für Kinder: „Ich bin eigentlich das Problem. Wäre ich nicht, würden meine Eltern nicht streiten und wären glücklich miteinander. Jetzt streiten sie sich und ich bin schuld!“ Das ist sehr belastend für Kinder. Das könnt ihr nur verhindern, indem ihr einander wieder auf Augenhöhe, respektvoll und wertschätzend begegnet. Auf folgendem Weg könnte das gelingen.
Ihr seid sehr verschieden und das fordert Euch heraus. Ich möchte Euch dazu einladen, nicht mehr darüber zu streiten, ob der Umgang richtig oder falsch (hart oder weich) ist, sondern in den jeweiligen Situationen auf die Beziehungen zu schauen. Hat die Beziehung funktioniert oder waren danach beide frustriert? Eine Rolle spielt auch: Reagiert Ihr als Eltern und gleichzeitig als Partner oder nur als Eltern? Wenn Ihr nur als Eltern reagiert, leitet Euch die Frage „Was ist gut für unsere Kinder?“ Wenn Ihr gleichzeitig als Partner oder Partnerin reagiert, leitet Euch dazu die Frage „Was ist gut für meinen Partner?“ So geht Deine Empathie sowohl zu Euren Kindern als auch zum Partner.
Im Familienmiteinander ist es entscheidend, wo unsere Empathie hingeht, da es sonst nur eine intellektuelle Auseinandersetzung über Erziehung ist. Richtet Ihr Euren Blick auf die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern, leitet Euch die Frage: „Wie geht es allen Beteiligten gerade?“ So entsteht trotz unterschiedlicher Meinungen wieder ein Miteinander statt einem Gegeneinander.
Du kannst einen Konflikt beobachten und mit beiden später darüber sprechen. Du kannst beispielsweise fragen: „Du wolltest, dass wir mehr Ruhe haben. Hat es geklappt?“ „Du wolltest noch etwas länger spielen, hat es funktioniert?“ Auch stellt es keinen Widerspruch dar, dass Du Deine Kinder nach einem Konflikt mit Ihrem Vater dabei begleitest, wieder in Balance zu kommen. Wichtig ist, dass Du sie aus Deiner Überzeugung heraus begleitest, weil Du das möchtest. Oder begleitest Du Deine Kinder, um zu reparieren, was Dein Mann angerichtet hat? Du kannst jederzeit die Gefühle Deiner Kinder spiegeln und ihnen sagen, dass es in Ordnung ist, dass sie vielleicht traurig oder wütend sind, solange Du es aus einer liebevollen Haltung gegenüber Deinem Mann heraus tust, ohne ihn falsch zu machen. „Der Papa wollte jetzt seine Ruhe, das ist okay. Gleichzeitig kann ich verstehen, dass Du Dich darüber ärgerst, dass Du nicht länger im Wohnzimmer spielen durftest.“ Konzentrierst Du dich dabei auf Deine Werte, ohne Deinen Mann zu kritisieren, entsteht kein Kampf um die Erziehung oder das Wohl der Kinder, sondern Eure Kinder lernen Euch kennen – ohne den Eindruck, ihr würdet „wegen ihnen“ streiten. Gleichzeitig bleibt ein Raum, in dem Dein Mann und Eure Kinder die Chance haben, Ihre eigenen Reparaturstrategien zu entwickeln. Ein klares, vielleicht manchmal auch lautes, authentisches „Nein“ kann Kinder zwar sehr frustrieren, doch schadet es ihnen nicht und stellt nicht automatisch einen Beziehungsabbruch dar.
Was wir uns für unsere Kinder wünschen – Paarübung
Nehmt Euch ein Thema, zu dem Ihr Euch austauschen wollt, zum Beispiel Ernährung. Jetzt schreibt ihr, jeder für sich auf einen Zettel, was ihr Euch wünscht, wie Eure Kinder mit dem Thema Ernährung umgehen, wenn sie erwachsen sind: kann selber kochen, ernährt sich ausgewogen, hat Freude am Essen oder ähnliches. Danach schreibt ihr auf Euren Zettel, wie ihr glaubt, dieses Ziel zu erreichen. Wenn ihr fertig seid, lest Ihr Euch das Ergebnis gegenseitig vor. Hört zu und bewertet nicht. In den allermeisten Fällen unterscheiden sich unsere Ziele nicht so sehr voneinander. So kann wieder ein Teamgefühl entstehen und eine schöne Basis für den weiteren Austausch. Der Weg dahin, wie wir das erreichen wollen, kann sich sehr unterscheiden. Tauscht Euch darüber aus und reflektiert gemeinsam, ohne Anspruch auf die Wahrheit zu erheben. Bei den Punkten, bei denen Ihr Euch uneinig seid, überlegt gemeinsam, ob es einen alternativen Weg gibt, der für beide in Ordnung ist. Sollte das nicht möglich sein, überlegt und vereinbart, wie ihr dann mit einer solchen Situation im Alltag umgehen wollt. Bleibt auf jeden Fall bei Euch und einigt Euch darauf, Eure Grenzen zu achten statt über die „richtige“ Erziehung zu diskutieren. So kommt ihr wieder in Verbindung und seid wieder im Miteinander. Auch wenn du dich vielleicht schon viel mehr mit solchen Themen auseinandergesetzt hast als dein Mann, sind eure Haltungen und Gedanken dazu dennoch gleich viel wert. Du kannst seinen Vorstellungen, Wünschen und Strategien mit dem gleichen Interesse begegnen, wie du es dir von ihm für deine eigene Herangehensweise wünschst. Erfahrungsgemäß ändert dieses gegenseitige Interesse viel an der Bereitschaft des anderen, sich aufs anschließende „Psychogeschwätz“ einzulassen.
Du hast Recht, wir können einander nicht ändern. Gleichzeitig können wir uns für einen wirklich gemeinsamen Weg entscheiden. Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass beide Partner bereit sind, einander wieder wertschätzend zu begegnen. Vielleicht ist dein Mann eher bereit, zu einer Paarberatung zu gehen, wenn es dabei nicht um die richtige oder falsche Erziehung geht, sondern darum, wie ihr gemeinsame Strategien trotz aller Unterscheide entwickeln könnt. Du könntest so etwas sagen wie: „Ich will Dich nicht verlieren. Ich will nicht mehr, dass wir uns die ganze Zeit gegenseitig falsch machen – das tut uns und den Kindern nicht gut. Mir ist es wichtig, dass wir uns Hilfe holen, damit wir uns als Paar stärken und wieder näherkommen.“
Sollte Dein Mann dennoch keinen Bedarf sehen, empfehle ich Dir, Dir selbst Unterstützung zu suchen, damit Du weiter für Dich und Deine Grenzen gut sorgen und Dir selbst treu bleiben kannst.
Ich hoffe, der Text macht Euch Lust darauf wieder in Beziehung miteinander zu kommen.
Herzliche Grüße und alles Gute für einen gemeinsamen Weg!
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